Schmerzpfad

Das beta Institut entwickelte einen Patientenpfad für Menschen mit chronischen Schmerzen. Anlass hierzu war, dass Schmerzpatienten häufig erst nach langen Phasen manifestierter Chronifizierung zu einer differenzierten Therapie kommen, im Idealfall zu einer multimodalen Schmerztherapie.

 

Der vom beta Institut entwickelte Patientenpfad zielte deshalb darauf ab, der Schmerzchronifizierung und den daraus resultierenden sozioökonomischen Nachteilen entgegenzuwirken. Mit Case Management werden die starren Grenzen zwischen den Fachdisziplinen und Sektoren im Gesundheitssystem flexibler gestaltet sowie eine prozessoptimierte Versorgung gefördert. Case Management für Schmerzpatienten vereinigt die Förderung von Adherence durch psychosoziale Betreuung sowie ein professionelles Vernetzungs- und Schnittstellenmanagement.

 

Patientenpfad in der Modellphase

Schmerzpfad

  1. Der am Modellprojekt teilnehmende Hausarzt vermittelt den Schmerzpatienten zu einem Case Manager des beta Instituts.
  2. Der Case Manager führt mit dem Patienten ein speziell für dieses Projekt wissenschaftlich entwickeltes, sozialmedizinisches Screening durch. Bei einem mittleren bis hohen Chronifizierungsrisiko wird dem Patienten die Möglichkeit einer Case-Management-Begleitung angeboten.
  3. Der Case Manager führt mit dem Patienten ein multiaxiales Assessment (nach ICF) durch und erstellt einen Hilfeplan mit dem Ziel, den Schmerzpatienten individuell und dennoch effizient durch den Patientpfad zu lotsen. Dabei ist die Förderung der Adherence essentiell.
  4. Neben der psychosozialen Begleitung leistet der Case Manager vor allem Vernetzungs- und Schnittstellenmanagement. Im Vordergrund steht dabei die Anbindung an einen Schmerztherapeuten, der die multimodale Schmerztherapie einleitet.
  5. Diese Patienten nehmen an der vom beta Institut entwickelten Patientenschulung für Schmerzpatienten teil.
  6. Wenn der Patient einer erfolgreichen Schmerztherapie zugeführt wurde und die Ziele des Hilfeplans erreicht sind, wird die Begleitung beendet. Die weitere Therapie kann unter Abstimmung mit dem Schmerztherapeuten dann wieder beim Hausarzt koordiniert werden.

 

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